Materialflusssteuerung im Kalibergwerk
Übernahme der produktiven Steuerungssoftware für den Materialfluss in einem Kalibergwerk von einem anderen Dienstleister, Weiterentwicklung mit Simulation und insgesamt rund 30 % mehr Durchsatz.
Zeitraum: 2013 – 2015 · Auftraggeber: Rohstoffunternehmen · Branche: Rohstoffe
Aufgabe
Im Bergwerk bestimmt die Steuerung des Materialflusses, wie viel Kalisalz pro Schicht gefördert werden kann. Die Steuerungssoftware war bereits produktiv und wurde übernommen. Die Optimierung des Durchsatzes besteht darin, in einem hierarchischen System von Förderbändern einzelne Bänder gezielt zu aktivieren und zu deaktivieren. So sind sie möglichst ausgelastet, aber Überlastungen und damit Überläufe an Knotenpunkten werden verhindert.
Die technischen Herausforderungen dahinter:
- Übernahme eines laufenden Systems: Die Software stammt von einem anderen Dienstleister, läuft im Förderbetrieb und muss verstanden und weiterentwickelt werden. Neue Versionen müssen sich einführen lassen, ohne die Förderung zu unterbrechen.
- Überlastung rechtzeitig erkennen: Die Auslastung der einzelnen Bänder wird über einen Mindestzeitraum vorausberechnet, damit Überlastungen früh auffallen und rechtzeitig gegengesteuert werden kann.
- Absicherung vor dem Einsatz: Optimierungen werden in einer Simulation geprüft, bevor sie im Bergwerk wirken. So lassen sich Wirkung und Risiken abschätzen, ohne den Betrieb anzuhalten.
Rolle und Umsetzung
IT-Projektleiter, Software-Architekt, Backend-Entwickler
2013 – 2015 · Weiterentwicklung der Steuerung
- Übernahme und Einarbeitung in die produktive Steuerungssoftware
- Beratung zur Optimierung des Materialflusses
- Planung und Umsetzung der Weiterentwicklung
- Simulation zur Absicherung der Optimierungen
- Gesamtergebnis seit dem erstmaligen Einsatz der Steuerungssoftware und deren Erweiterungen: rund 30 % mehr Durchsatz
Technologien
- Java
- Tomcat
- PostgreSQL
- HSQLDB
- Hibernate
- Spring
- Spring AOP
- Stripes
- DCOM
- J-Interop