Online-Frankierung für Privatkunden
Webanwendung für Privatkunden eines globalen Post- und Paketdienstleisters: Porto online kaufen, bezahlen und die Paketmarke selbst drucken – betrieben als Clusteranwendung und ausgelegt auf die Lastspitzen im Weihnachtsgeschäft.
Der Dienst ist bis heute online: Online-Frankierung.
Zeitraum: 2006 – 2008, 2010 – 2013 · Auftraggeber: globaler Post- und Paketdienstleister · Branche: Logistik
Aufgabe
Privatkunden sollen ihre Sendungen rund um die Uhr frankieren können, ohne Weg zum Schalter: Paket, Päckchen oder Express-Produkt wählen, bei Bedarf eine Abholung beauftragen, Adressen erfassen, bezahlen und die Paketmarke als PDF selbst drucken. Abgegeben wird in der Filiale oder an der Packstation, mit GoGreen auf Wunsch klimafreundlich. Für den Endkunden zählt: einfacher Zugang, schnelle und sichere Abläufe, ständige Verfügbarkeit und gewohnte Bezahlwege.
Die technischen Herausforderungen dahinter:
- Performance unter Spitzenlast: Vor Weihnachten frankieren besonders viele Kunden gleichzeitig. Die Anwendung muss diese Lastspitzen ohne spürbare Wartezeiten und Ausfälle abfangen. Das gilt für alle kritischen Abläufe, vom Bestellvorgang bis zur Erzeugung und Auslieferung der Paketmarke.
- Integration von Drittsystemen: Die Anwendung ist an mehrere externe Systeme angebunden – an die Payment-Provider für PayPal, giropay und POSTPAY (u. a. Kreditkarte), an eBay für den Import von Adressdaten aus Auktionen (Verkäufer müssen ihre Empfängeradressen nicht abtippen) und an Buchhaltungssysteme, etwa für die Übergabe der Umsatzzahlen.
- Sichere Bezahlvorgänge: Für Zahlungs- und Kundendaten gelten hohe Sicherheitsanforderungen – von der verschlüsselten Übertragung bis zum Schutz vor Missbrauch und Manipulation. Dies gilt ebenso für Gutschein-Sets, die gekauft und beim Bezahlen einzeln eingelöst werden.
- Niedrigschwelliger Zugang: Kunden erzeugen Paketmarken ohne Registrierung. Bestellung, Bezahlung und Dokumente müssen auch ohne Kundenkonto zuverlässig zusammengeführt und gegen Missbrauch abgesichert sein.
- Monitoring zur Laufzeit: Zustand und Last des Clusters werden im laufenden Betrieb überwacht, damit Engpässe rechtzeitig auffallen.
- Zeitgesteuerte Inhalte: Aktionspreise und Werbeeinblendungen gelten nur in festgelegten Zeiträumen und schalten sich automatisch ein und aus. Angelegt und bearbeitet werden sie im laufenden System, ohne neue Softwareauslieferung.
Rolle und Umsetzung
- Software-Architekt, Backend-Entwickler
Phase 1: 2006 – 2008 · Aufbau der Anwendung- Mitarbeit im Anforderungsmanagement: fachliche Abläufe gemeinsam mit dem Auftraggeber ausgearbeitet
- Planung und Implementierung der Anwendung
- Auslegung als Clusteranwendung auf mehreren Knoten (BEA WebLogic, Oracle DB)
- Anbindung der Payment-Provider für PayPal, giropay und POSTPAY (u. a. Kreditkarte)
- eBay-Anbindung für den Import von Adressdaten aus Auktionen
- PDF-Erzeugung der Paketmarken mit Adobe Acrobat
- PDF-Erzeugung von Zollinhaltserklärungen (CN22/CN23) und weiteren Kundendokumenten mit iText
- Lasttests (Apache JMeter), Caching und optimierte Datenbankzugriffe
- IT-Projektleiter, Software-Architekt, Anforderungsmanager, Backend-Entwickler
Phase 2: 2010 – 2013 · Ausbau der Anwendung- Beratung und Anforderungsmanagement
- Architektur und Mitarbeit an der Implementierung
- Integration in das Privatkundenportal des Auftraggebers
- Neue Oberfläche mit Apache Wicket
- Begleitung des Wechsels von Betreiber und Betriebsstandort
Technologien
- Java
- Spring
- BEA WebLogic
- Oracle DB
- PayPal Express Checkout
- giropay API
- POSTPAY API
- eBay Trading API
- Apache Wicket
- Apache JMeter
- iText
- Adobe Acrobat